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bergpunkt Blog

Meine erste Skitour

Geplant, getan: Daniela Merki erreichte stracks ihr Saisonziel


Dieser Winter sollte für Daniela Merki, 31, der Winter ihrer ersten Skitour werden. Ein Vorhaben, das die Marketingprojektleiterin aus Winterthur in einem Schnupper-Skitourenkurs Anfang Saison umsetzte. Warum die Snowboarderin sich für Tourenskis entschied und wie sich ihr erster Steilhang anfühlte, erzählt sie gleich selbst.

Seit einer Weile besass ich einen Gutschein von bergpunkt. Zudem entdeckte ich meine Liebe zu den Bergen einmal mehr, als ich letzten Sommer oft mit Bike oder Rennvelo im hügeligen Gelände unterwegs war, um für den Gigathlon in Arosa/Davos zu trainieren. Jedes Mal berührte mich der Anblick der Gipfel und erfüllte mich mit einem Gefühl des «Heimkommens». So entschloss ich mich, diesen Winter eine Skitour zu wagen und stöberte bald auf der Webseite von bergpunkt. Ich war gespannt, ob sich etwas Passendes im Bereich «Skitouren» finden würde.

Als passionierte Snowboarderin machte ich mir anfangs auch Gedanken über die Möglichkeiten von Snowboardtouren. Doch nach ein paar Recherchen überzeugten mich die Vorteile der Skis: kein Brett auf dem Rücken im Aufstieg und ein einfacheres Vorwärtskommen auf flachen Teilstücken während der Abfahrt. Deshalb mietete ich ein Paar Pistenskis und tastete mich wieder an das Gefühl von zwei Brettchen heran.

Auf der Webseite von bergpunkt fand ich den passenden Kurs zum Vorhaben: einen Schnupper-Skitourenkurs. Noch war ich etwas unsicher, doch als mir Bruno Schaub vom bergpunkt-Büro versicherte, dass es für die Schnuppertour reicht, wenn ich «die beiden Skis einigermassen beieinander halten könne», war die Sache für mich klar: Ich meldete mich für den Wochenendkurs an.

Als es soweit ist, erwartet uns ein wunderbar blauer Himmel und Sonnenschein im Bündner Dorf St. Antönien. Dennoch spüre ich eine gewisse Nervosität: Alle anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben entweder bereits Skitouren gemacht oder sind sonst sehr routiniert auf den Skis. Der Aufstieg bereitet mir zwar keine Sorgen, konditionell sollte dieser für mich machbar sein. «Aber wie komme ich von diesem Berg wieder runter?», frage ich mich immer wieder.

Doch eins ums andere. Bevor wir starten, instruiert uns Bergführer Peter Brunner geduldig, wie wir die Felle aufziehen und das LSV-Gerät bedienen. Wenig später erklimmen wir – erst noch etwas steif, aber bald schon in einem regelmässigen Rhythmus – die ersten Höhenmeter. Der tiefblaue Himmel, die wärmende Sonne, der pulvrige Schnee und die wunderschöne Bergkulisse machen den Aufstieg unvergesslich schön! Ab und zu vermittelt uns Peter nebenher Infos dazu, was wir um uns herum sehen. So entdecken wir Gämsen, «Fischmäuler» und Gleitschneelawinen.

Nach rund vier Stunden stehen wir auf dem Gipfel. Peter zeigt uns, wie wir die Skis auf Abfahrt umrüsten und los geht es: Gleich zu Beginn stehen wir vor einem steilen Hang mit 35 Grad Neigung. Mein Puls rast, meine Knie sind weich. Doch ich sage mir: «Das haben andere auch schon geschafft, das schaffst auch du!» Und so ist es: Nach den ersten Schwüngen im perfekten Schnee löst sich die Anspannung und ich geniesse jeden weiteren Schwung der Abfahrt.

Zurück im Hotel bin ich rundum glücklich über diesen perfekten Tag. Und bereits an diesem Abend ist mir klar, dass ich mit dem Skitouren weitermachen werde. Vorerst aber freue ich mich auf den nächsten Tag, der uns erneut in ein Winterwunderland führen wird: hinein in tief verschneite Wälder, über menschenleere Schneeflanken und durch unverspurten Pulverschnee!

Text: Daniela Merki | Fotos: Peter Brunner & Daniela Merki