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bergpunkt Blog

«DAS NÄCHSTE ZIEL IST EIN VIERTAUSENDER»

Lukas Horat über seine ersten Tage als Bergsteiger


Lukas Horat, 27, hat diesen Sommer am «Einführungskurs Fels und Eis» teilgenommen. Die ersten Schritte in Fels und Eis gefielen ihm. Wobei ihn vor allem erstaunte, dass selbst scheinbar Unmögliches auf einmal – dank Coaching des Bergführers – kinderleicht war.

LUKAS HORAT, DU HAST KÜRZLICH AM «EINFÜHRUNGSKURS FELS UND EIS» TEILGENOMMEN. HAST DU SCHON LANGE VOM BERGSTEIGEN GETRÄUMT?
Wie lange das Bergsteigen bereits ein Wunsch ist, weiss ich gar nicht. Doch blicke ich bei Föhn vom Mittelland aus auf die Alpengipfel, macht das jedes Mal Lust auf mehr. So betrachtet, stand Bergsteigen definitiv auf meiner «To-Do-Liste»!

VOM FLACHEN MITTELLAND IN DIE GLECKSTEINHÜTTE ZUM KURS – BIST DU EIN SENKRECHTSTARTER ODER WARST DU VORHER BEREITS IN DEN BERGEN UNTERWEGS?
Auf einer Bergtour war ich noch nie. Wandern gehe ich oft. Wir waren bereits als Kinder mit der Familie wandernd in den Bergen unterwegs, später dann mit der Jungwacht. Und irgendwann kam die Lust, die Berge auch abseits der Wege zu entdecken. In einem Bereich, der aber noch ohne Seil oder technische Hilfsmittel möglich war.

SO WIE DU REDEST, MAGST DU DIE BERGE.
Es gibt kaum etwas Schöneres!

WARUM HAST DU GENAU JETZT DEN EINSTEIGERKURS MIT BERGPUNKT GEMACHT?
Das war ein kurzfristiger Entscheid. Ich hatte zwischen zwei Stellen einen Monat frei und im Vorfeld vor lauter Arbeit kaum Zeit, etwas zu planen. Und mein Bruder hatte gerade Semesterferien. Kurz vor Anmeldeschluss kamen wir auf die Idee, diesen Kurs zu buchen. Der Zeitpunkt und der Preis stimmte – und schon waren wir in der Glecksteinhütte!

WAS HAT BERGPUNKT WÄHREND DEM KURS RICHTIG GEMACHT?
Nun, das Wetter hat das Büro ziemlich gut hinbekommen! Nein, Spass beiseite: Es war super, wie unser Bergführer Christoph Berger auf unsere persönlichen Wünsche und Anliegen einging.

DAS KLINGT NACH KOMFORTZONE. WAR ES NIE STRESSIG – DIESES ERSTE MAL BERGSTEIGEN?
Wenn ich ehrlich bin: Am dritten Tag, beim Felsklettern, zeigte Christoph auf einen Grat und meinte: «Über den klettern wir jetzt.» – «Geht niemals», dachte ich mir. Und dann? Ging es problemlos. Das war für mich erstaunlich und spricht für Christophs Fähigkeiten als Führer.

UND WAS SAGTE DEIN UMFELD DAZU, DASS DU AUF EINMAL ZUM BERGSTEIGER WIRST?
Meine Freundin ist schon länger bergbegeistert und auch berg-erprobter als ich. Da war es an der Zeit, etwas an Boden gutzumachen...
(lacht)
Und ansonsten: Die Woche nach dem Kurs war ich mit einem Kollegen wandern. Diesem habe ich so viel aus dem Kurs vorgeschwärmt, dass er am Ende das Gefühl hatte, diesen selbst absolviert zu haben!

NACH ALL DEM SCHWÄRMEN: GIBT ES JETZT EINEN TRAUMBERG FÜR DICH?
Einen spezifischen Traumberg gibt es für mich – ich sage mal: noch – keinen. Aber das nächste Ziel wäre ein Viertausender. Welcher das sein wird, weiss ich noch nicht.

UND DIE OBLIGATE FRAGE, NACHDEM DU IN DER GLECKSTEINHÜTTE WARST: WIE VIELE STEINBÖCKE WAREN DA?
(lacht)
Ich glaube, es war immer einer und derselbe. Aber der war täglich ein treuer Hüttenbesucher!