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bergpunkt Blog

EINE REISE INS GLÜCK

TransalpSchweiz 1. Etappe

Der Wetterprognosen für die erste Etappe der TransalpSchweiz waren schlecht. Die Erwartungen tief. Doch dann kam alles anders. Aus der Tourenwoche wurde eine Zeit, die nebst Pässen und Gipfeln vor allem eines bot: viele Momente des Glücks.

«Unglaublich», sei die Stimmung auf der ersten Etappe der TransalpSchweiz gewesen, sagt Bergführer Thomas Theurillat. «Diese Woche zwischen Chamonix und dem Saastal war weit mehr als eine Tourenwoche.» Man habe Natelnummern ausgetauscht, Freundschaften geschlossen und einen Verein namens «Pässli&Gipfel» gegründet. «Derzeit arbeiten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einer Webseite und lassen T-Shirts drucken!» Wer Thomas zuhört, merkt: So viel Freude in einer Gruppe erlebt auch er nicht alle Tage.

Was das Rezept zum Glück war? Ein guter Mix von tollen Leuten, so Thomas, die sich gegenseitig unterstützt hätten. «Und wahrscheinlich auch die Tatsache, dass die Erwartungen Anfang Woche tief waren.» Der Wetterbericht sei richtig schlecht gewesen, weshalb für manche klar war: Von Arolla nach Zermatt geht es per Taxi. «Doch dann wurde jeder Tag besser, als erwartet».

Gleich am Anfang der Woche hätten sie «recht Gas» gegeben. Der Col du Passon habe einiges an Ausdauer gefordert, zumal sie noch nicht akklimatisiert waren und es galt, die Ski auf dem Rucksack über diesen Pass zu buckeln. Doch der Lohn dafür war fair: Am selben Tag noch kurvte die Gruppe mutterseelenallein im Pulverschnee über das Plateau du Trient, stand wenige Tage später bei schönstem Wetter auf der Pigne d’Arolla und blickte am letzten Tag vom Stockhorn hinüber zum Monte Rosa, der stolz und weiss in den tiefblauen Himmel ragte.

Die Frage, ob diese Gruppe im nächsten Jahr wieder gemeinsam auf die Transalp geht, stellt sich nicht – die Antwort darauf ist klar: So etwas müsse weiter gehen. Vom Saastal ins Tessin? «Nein», sagt Thomas und lacht. «Bis nach Wien!»

Text: Caroline Fink | Fotos: Christine Brogli